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30. Juni 2026

LZH entwickelt 3D-Druck für Stahlstrukturen im Meer

LZH | Im Forschungsprojekt „RoLaKI“ will das LZH zusammen mit zwei Partnern roboter- und laserbasierten 3D-Druck für die Unterwasser-Reparatur entwickeln. Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, beschädigte Stahlstrukturen nachhaltig und ressourceneffizient zu reparieren.

Unterwasser-Bauwerke wie Offshore-Windanlagen, Brückenpfeiler oder Hafeninfrastruktur sind extremen Bedingungen ausgesetzt. Beschädigungen an deren Stahlstrukturen zu reparieren, ist aufwendig und teuer. Im Projekt „RoLaKI“ arbeiten das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), das Institut für Informationsverarbeitung (TNT) der Leibniz Universität Hannover und die OFTEC Handelsgesellschaft für Oberflächentechnik mbH an einer Lösung: Sie entwickeln ein Verfahren, mit dem sich Stahlstrukturen unter Wasser großflächig beschichten oder durch „Andrucken“ neuer Strukturen reparieren lassen.

Laser und KI arbeiten zusammen

Im Kern des Projekts steht der laserbasierte 3D-Druck unter Wasser. Die Wissenschaftler:innen untersuchen zunächst, wie verschiedene Prozessparameter den Lagenaufbau und das Bearbeitungsergebnis beeinflussen. Mit diesen Daten trainieren sie dann eine Künstliche Intelligenz (KI), die selbstständig lernt und für neue Reparaturaufgaben optimale Parameter vorhersagt. Zusätzlich wollen sie eine KI-gestützte Bahnplanung entwerfen, die berechnet, wie eine Schadstelle am besten zu reparieren ist.

Spezielle Technik für den Einsatz im Wasser

Für den Einsatz außerhalb des Labors entwickelt das Team eine spezielle Laserbearbeitungsoptik. Diese soll die optischen Komponenten mit der Drahtzuführung für den Beschichtungsprozess vereinen. Diese Optik wird mit einem Feinpositioniersystem auf einem Magnet-Crawler befestigt, der das System Unterwasser zur Schadstelle bringt. Mit diesem Feinpositioniersystem wird es möglich, Schweißnähte präzise neben- und übereinander aufzubauen. Am Ende des Projekts wollen die Partner das gesamte Verfahren mit einem Demonstrator durchführen können.

von Patricia Fischer

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Auf einen Blick

  • Forschungsprojekt „RoLaKI“
  • 3D-Druck im Meer
  • Unterwasser-Bauwerke beschichten oder reparieren
  • Laserstrahltechnik Unterwasser
Ein Mann mit Schutzbrille beobachtet einen Versuchsaufbau in einem Wasserbecken. Unter Wasser arbeitet ein Gerät an einem Metallteil, dabei sind Licht und Luftblasen zu sehen.
Wissenschaftler:innen des LZH wollen im Projekt Rolaki ein KI-gestütztes System zur Reparatur Unterwasser entwickeln. (Foto: LZH)
Ein längliches Metallteil mit einer aufgeschweißten Raupe liegt unter einem Lineal. Das Lineal zeigt die Größe der Schweißspur.
Erste aufgeschweißte Strukturen sind unter Wasser bereits entstanden. (Foto: LZH)

Kontakt

Dr.-Ing. Benjamin Emde

(0511) 2788 336
b.emde@lzh.de
https://www.lzh.de/
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Verbundprojekt „Roboter- und Laserbasierter 3D-Druck mittels KI-Unterstützung zur nachhaltigen Reparatur von Unterwasser-Stahlstrukturen – RoLaKI" zur Fördermaßnahme „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Robotik" im Rahmen der BMFTR-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit" (FONA). Das Begleitvorhaben „BRIDGE" unterstützt die geförderten Verbundprojekte der Initiative „Digital GreenTech" mit umfassender rechtlich-ethischer Expertise.

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