Die Förderung von Nachwuchstalenten und die Vermittlung von fundiertem Wissen bilden das Rückgrat jeder Bildungseinrichtung. Doch wie bereitet man junge Talente auf eine Arbeitswelt vor, in der Agilität und interdisziplinäre Problemlösungskompetenz über den Erfolg entscheiden? Die Antwort der Leibniz Universität Hannover lautet: Einfach machen.
Makeathon als Erfolgskonzept
Der Begriff „Makeathon“ ist eine bewusst gewählte Kombination aus den Wörtern „make“ (machen) und „Marathon“. Er bringt die Essenz des Vorhabens auf den Punkt: In interdisziplinären Teams werden innerhalb weniger Tage Lösungen für verschiedene praxisnahe Herausforderungen erarbeitet. Dabei erlebt man den typischen Ablauf eines ganzen Projektes im Schnelldurchlauf.
In kurzer Zeit geht es von der Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung und Fertigung funktionstüchtiger Prototypen. Bei den etablierten Makeathons der ITQ GmbH auf Gran Canaria treffen jedes Jahr internationale Studierende, Wissenschaftler*innen und Branchenexpert*innen aufeinander und ermöglichen einen einzigartigen Austausch von Wissen und Fähigkeiten unabhängig vom Hintergrund der einzelnen Personen.
Makeathon-Premiere in Hannover
Die Fakultät für Maschinenbau holt dieses Erfolgsformat nun nach Hannover. Unter der Leitung des Instituts für Mikroproduktionstechnik (IMPT) und des Studiendekanats der Fakultät sind Oberstufenschüler*innen sowie Studierende eingeladen, das Konzept erstmals am neuen Standort mit Leben zu füllen.
Der Makeathon bietet den Teilnehmenden wertvolle Kontakte zu Expert*innen aus der Universität (Horse Power, AK Kraft, AK Flieg) und der Industrie (Continental AG, Heidehain GmbH), sowie zu Studierenden anderer Fachbereiche. Dabei arbeiten die Teilnehmenden an Herausforderungen und Fragestellungen, an denen die Challengegeber aktuell tatsächlich forschen und arbeiten. Wer bei der Abschlusspräsentation besonders überzeugt, kann dann die Chance bekommen, die eigene Idee noch weiterzuverfolgen und zusammen mit einem Industriepartner umzusetzen.
Die drei Säulen des hannoverschen Makeathon-Konzepts
Interdisziplinäres Teamplay: Jede Person bringt ihr individuelles Set an Fähigkeiten mit. In bunt gemischten Teams müssen diese gezielt eingesetzt werden, um die Challenges gemeinsam auf kreative Weise zu bewältigen.
Technologie mit Gewissen: Den Themenschwerpunkt bilden Automatisierung, Programmierung und Prototyping – immer mit klarem Bezug zur Nachhaltigkeit. Es geht nicht nur darum, dass eine Lösung funktioniert, sondern auch darum, wie sie unsere Zukunft verbessern kann.
Support durch Fachleute: Erfahrene Expert*innen stehen den Teams mit Rat und Wissen zur Seite. Außerdem begleiten praxisnahe Workshops die Veranstaltung, sodass neu erlerntes Wissen direkt in den Challenges angewendet werden kann.
Weitere Informationen und Anmeldung
Der Makeathon findet am 2. und 3. September 2026 im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) der Leibniz Universität statt. Eingeladen sind Schüler*innen aus der Oberstufe und Studierende, die sich für Technik interessieren und selbst bereits an einem spannenden Projekt tüfteln oder dies gern tun wollen.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Das Anmeldeformular steht in Kürze unter folgendem Link zur Verfügung: https://www.maschinenbau.uni-hannover.de/fakultaet/news-und-veranstaltungen/veranstaltungen/veranstaltungen/makeathon

