Der Campus Maschinenbau verändert stetig sein Gesicht. Augenfällig sind viele Neuerungen im Außenbereich, von poppig bunten Canapés über vertikale Gärten bis zum studentischen Café 42. Die „Nacht des Maschinenbaus“ am 19. September 2026 eröffnet darüber hinaus einen Blick hinter die Kulissen.
Dieser Lageplan gibt einen Überblick über die zahlreichen Stationen und Angebote des Campusfests.
Größter 3D-Drucker für Metalle
Als neuer Hotspot der „Nacht des Maschinenbaus“ entwickelt sich der Forschungsbau SCALE. Im Frühjahr 2025 eröffnet, nimmt dort die interdisziplinäre Forschung an skalierbaren Produktionssystemen Fahrt auf. Der Neubau liegt am östlichen Rand des Campus und bietet den Besucher*innen einen deutlichen Zuwachs an Attraktionen. Damit spiegelt er die jüngsten Entwicklungen im Forschungsprofil des Maschinenbaus wider.
Vorgestellt werden additive Verfahren im Metall- und Massivbau, darunter der aktuell größte 3D-Drucker für Metalle. Gleich nebenan geht es um die Wiederverwertung gebrauchter Kunststoffe: Bevor sie wirksam recycelt werden können, müssen sie zunächst sortiert werden – Robotik und Künstliche Intelligenz werden für diese anspruchsvolle Aufgabe trainiert. Auch ein neu gegründetes Institut stellt sich vor: Das IPST erforscht Photonische Systeme und Technologien und präsentiert sich großen und kleinen Gästen mit einer Lichtwerkstatt.
Feuer trifft Wasser, Tradition trifft Zukunft
Vis-à-vis vom SCALE liegt das Unterwassertechnikum Hannover, kurz UWTH. Wer den Rundgang chronologisch beginnen möchte, startet hier. Das UWTH ist der Ursprungsort des Campus Maschinenbau: Von hier nahm die Entwicklung 1997 ihren Ausgang. Die preisgekrönte dreischiffige Hallenkonstruktion beeindruckt bis heute. Drinnen treffen Feuer und Wasser aufeinander, wenn Metalle in Schweißprozessen unter Wasser thermisch getrennt oder verbunden werden.
Zwischen Tradition und Zukunft erstreckt sich auch das Gesamtspektrum der insgesamt sechzig Präsentationen dieser Nacht des Maschinenbaus. Während Technologien wie Schmieden und Gießen bis in die Eisenzeit zurückreichen, eröffnen Robotik und Künstliche Intelligenz künftig vollkommen neue Handlungsspielräume – bis hin zu der Frage an Station 34, ob sich ein Mensch fernsteuern lässt.
Innehalten in dynamischen Zeiten
Der Maschinenbau stellt sich grundlegenden gesellschaftlichen Herausforderungen: Wie wollen wir uns mit Energie versorgen, mobil sein, unsere Arbeit clever organisieren, komplexe Prozesse geregelt kriegen und schonend mit unseren Ressourcen und Gütern umgehen? Die Teams aus zwanzig Instituten stellen an den Stationen verschiedene Facetten ihrer Forschungsaufgaben vor.
Über drei Jahrzehnte ist der Campus Maschinenbau bis zu seiner heutigen Gestalt gewachsen. Schon im Herbst beginnen die Bauarbeiten für die Techfactory Garbsen, den Technologiepark Region Hannover, direkt nebenan auf der Freifläche im Westen.
Die Nacht des Maschinenbaus bietet einen Anlass, in dynamischen Zeiten innezuhalten und einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Campus zu geben. Für das leibliche Wohl sorgen die Campusbrauerei, die Baristas des Cafés 42 und ein Quartett aus Foodtrucks. Speisen und Getränke werden zu fairen Preisen angeboten.
Anreise
Der Campus Maschinenbau ist gut mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar. Ab der Stadtbahnstation „Schönebecker Allee“ der Linie U4 verkehrt ein Shuttlebus der Linie 404.



