Zwei riesige Forschungshallen mit jeweils mehr als 1.000 Quadratmetern, Büros und Labore für 150 Mitarbeiter*innen sowie Platz für Maschinen und Roboter: All das bietet der Forschungsbau SCALE, der im März 2025 offiziell eröffnet wurde. Für die Öffentlichkeit war er bisher noch nicht zugänglich, aber das ändert sich am 8. November 2025.
Forschung im XXL-Maßstab im SCALE
Im SCALE werden skalierbare Produktionssysteme erforscht und entwickelt – also Produktionssysteme, die sowohl Bauteile in herkömmlicher Größe als auch im XXL-Maßstab fertigen können. In den beiden Hallen finden elf Großgeräte Platz: von der skalierbaren Servopresse über mobile Montageplattformen bis zur Additiven Großfertigungsanlage, also einem riesigen 3D-Drucker. Der Neubau und die Großgeräte haben fast 50 Millionen Euro gekostet, finanziert jeweils zur Hälfte durch das Land Niedersachsen und den Bund.
Zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich sind die riesigen Hallen mit den hochmodernen Maschinen am Samstag, 8. November 2025, von 17 bis 23 Uhr – bei der „Nacht des Maschinenbaus“ auf dem Campus Maschinenbau in Garbsen, die im Rahmen der Veranstaltung „Die Nacht, die Wissen schafft“ der Leibniz Universität Hannover stattfindet.
„Nacht des Maschinenbaus“ am 8. November 2025
Neben diesem Highlight bietet der Veranstaltungs-Klassiker wie jedes Jahr noch viele weitere Einblicke für Technikbegeisterte von 6 bis 99 Jahren. Innovationen werden vorgestellt, die Besucher*innen können einen Blick ins Innere der Labore werfen und erhalten Gelegenheit zum Gespräch mit Wissenschaftler*innen. An mehr als vierzig Stationen zeigt sich der Maschinenbau vielseitig, anschaulich und fesselnd.
Beliebte Mitmachaktionen sind das Schokoladengießen, das Münzprägen und das Brücken bauen. Neue Mitmachaktionen im Zeichen von Robotik, KI und Nachhaltigkeit sind die Beiträge „Schlag den Roboter“ und das „Nachhaltigkeitsquizz Kunststoffe“. Zudem können die Besucher*innen ausprobieren, ob die KI ihren Namen erkennt – und sie erfahren, wie aus Ananasresten ein nachhaltiger Werkstoff entsteht.
Robotik hautnah und in Aktion erleben die Besucher*innen bei der „Nacht des Maschinenbaus“ ebenfalls. Zu sehen gibt es sowohl Humanoide als auch Hunde-Roboter, Roboter, die Fußball spielen lernen, balancieren können und vieles mehr.
Heiß, laut und handfest geht es bei vielen Aktionen zu – darunter „Glühende Späne“, „Schweißen unter Wasser“, „Stresstest – Baby extrem!“ und „Metall in Bewegung – Einblick in die Umformtechnik“. Die Besucher*innen erfahren, wie ein Flugtriebwerk funktioniert, was beim Druckversuch mit einer Dose passiert, und sie erleben Versuche am offenen Windkanal.
(Selbst) gebaut wird an den Stationen „Bau deinen eigenen Mini-Roboter“, „Montagestation für Hubschrauber“, „Wie entsteht ein Bauteil im 3D-Drucker?“ und „3D-Druck von Metall“.
Am Info-Point Maschinenbau steht das Thema Studieren im Fokus.
Der Eintritt ist wie immer frei. Erreichbar ist der Campus Maschinenbau auch mit dem ÖPNV: Ab der Stadtbahnstation „Schönebecker Allee“ (Linie U4) verkehrt der Shuttlebus der Linie 404.


